10 Mythos rund um die Schwangerschaft

Eltern, Freunde oder Kollegen – jeder glaubt Experte zu sein. Im Folgenden stehen die häufigsten Mythen rund um den Babybauch auf dem Prüfstand.

 

Mythos 1: In der Schwangerschaft muss für 2 gegessen werden

Stimmt nicht! Die ersten Monate reicht es mengenmässig durchaus so viel zu essen wie zuvor, ab dem 4. Monat darf es etwas mehr sein. Im Durchschnitt benötigt eine Schwangere etwa 250 kcal mehr für ihr Baby. Achten Sie auf eine gesunde, ausgeglichene und vollwertige Küche. Ideal sind fünf Mahlzeiten am Tag. Bis Ende der Schwangerschaft ist eine Zunahme von bis zu 12 Kilo normal (Durchschnittswert)

 

Mythos 2: Schwangerschaftsstreifen können durch Massagen verhindert werden

Stimmt nicht! Ob Schwangerschaftsstreifen auftreten oder nicht, ist eine Frage des Gewebes. Festes Gewebe bekommt eher Risse als lockeres. Eincremen und Massieren ist sicher angenehm, wird aber keinen oder wenig Effekt auf die Haut haben.

 

Mythos 3: Alle Schwangeren leiden in den ersten 3 Monaten an Übelkeit und Erbrechen

Stimmt nicht! Der Körper braucht etwas Zeit bis er sich auf die neue Hormonsituation umgestellt hat. Das kann sich vor allem in den ersten 3 Monaten durch Übelkeit, Erbrechen und Müdigkeit äussern. Bei einem Viertel aller Schwangeren treten gar keine Symptome auf, selten leiden Schwangere während der ganzen 9 Monate dran.

Mythos 4: In der Schwangerschaft muss sich die werdende Mutter schonen

Stimmt nicht! Eine Schwangerschaft ist keine Krankheit! Bungeejumping und Wildwasserrafting sind jetzt unangebracht, aber moderate Bewegung sollte unbedingt auf der Tagesordnung stehen. Besonders geeignet sind Sportarten wie Yoga, Schwimmen oder sanfte Gymnastik. Auf diese Art wird Schwangerschaftsdiabetes vorgebeugt. Das Wohlbefinden und die Haltung verbessern sich und eine übermässige Gesichtszunahme wird vermieden. Sport stärkt auch das Immunsystem und den Beckenboden, der bei der Geburt eine wichtige Rolle spielt.

 

Mythos 5: Während der Schwangerschaft sollte besser auf Sex verzichten werden

Stimmt nicht! Auch während dieser Zeit ist genug Spielraum für intensive Zweisamkeit und Sex. Das Kind ist in der Fruchtblase gut geschützt.
 

Mythos 6: Ab und zu ein Glas Alkohol während der Schwangerschaft schadet nicht

Stimmt nicht! Während der Schwangerschaft sollte gänzlich auf Alkohol verzichtet werden, da Wein und Co in bestimmten Wachstumsphasen massive Schäden beim Kind anrichten können. Da nicht ersichtlich ist, welche Körperteile sich gerade entwickeln, sollte die Schwangere lieber Abstand von alkoholischen Getränken nehmen.

 

Mythos 7: Kaffee schadet nicht in der Schwangerschaft

Stimmt. Das Koffein stimuliert zwar das Nervensystem und geht auch in das Blut des Kindes über. In moderaten Mengen sind allerdings keine Schäden zu befürchten. 2 bis 3 Tassen pro Tag sind unbedenklich. Bei Schwarz- oder Grüntee sollte der Konsum 4 Tassen nicht übersteigen.

Mythos 8: Heisse Bäder können bei der Schwangeren Wehen auslösen

Stimmt nicht! Dennoch sollte die Badetemperatur 38 Grad Celsius nicht übersteigen, um den Kreislauf von Mutter und Baby nicht zu sehr zu belasten. Ein heisses Bad bei bestehenden Wehen zeigt aber an, ob diese „echt“ sind oder nicht. Übungswehen verschwinden bei Wärme wieder, „echte“ Wehen werden verstärkt.

 

Mythos 9: Eine Raucherin sollte während der Schwangerschaft nicht aufhören, da sonst das Baby an Entzugserscheinungen leidet

Stimmt nicht! Vielmehr ist jede Zigarette, die weniger geraucht wird, gut für die Entwicklung. Nikotin verursacht Sauerstoffmangel, Babys von Rauchern können sich dadurch nicht so gut entwickeln. Fehlgeburten, ein geringes Geburtsgewicht oder etwa Missbildungen können die Folgen von Rauchen in der Schwangerschaft sein.

 

Mythos 10: Die Optik des Babybauches verrät, ob es ein Mädchen oder ein Bub wird

Stimmt nicht! Auch Verhalten oder Befinden der Mutter geben keinen Aufschluss über das Geschlecht des Kindes. Um jenes zu erfahren müssen sich Eltern in Geduld üben, ab der 16. Schwangerschaftswoche kann ein Arzt mit einem guten Ultraschallgerät meist das Geschlecht erkennen, Irrtümer sind aber nie ausgeschlossen! 
 

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